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Hier finden Sie Literaturstellen, die mich inspiriert haben. Was das ist, das können Sie den angehängten Zitaten (Schrägdruck) entnehmen. Manchmal schließe ich mit einem Kommentar, der natürlich meine ganz persönliche Meinung wiedergibt und mit >BU< markiert ist. Joachim Bauer Warum ich fühle, was du fühlst - Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone Hoffmann und Campe Verlag Hamburg 20069 ; Zitat von Seite 85: "Tritt ein Mensch in unseren Wahrnehmungshorizont, dann aktiviert er, ohne es zu beabsichtigen und unabhängig davon, ob wir es wollen oder nicht, in uns eine neurobiologische Resonanz. Verschiedene Aspekte seines Verhaltens, wie Blickkontakt, Stimme, mimischer Ausdruck, Körperbewegungen und konkrete Handlungen rufen in uns ein Spektrum von Spiegelreaktionen hervor." Die so genannnten Spiegelneuronennetze in unserem Gehirn stellen eine mächtige Erklärungsbasis für die Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen dar. Ihr Wirkprinzip beeinflusst direkt und unbewusst unser Verhalten. Man sollte darüber Bescheid wissen. BU Joachim Bauer Prinzip Menschlichkeit - Warum wir von Natur aus kooperieren Hoffmann und Campe Verlag Hamburg 2006; Zitat von Seite 34: "Für den Menschen bedeutet dies: Kern aller Motivation ist es, zwischenmenschliche Anerkennung, Wertschätzung, Zuwendung oder Zuneigung zu finden und zu geben. Wir sind - aus neurobiologischer Sicht - auf soziale Resonanz und Kooperation angelegte Wesen." Diese Zeilen sind geradezu programmatisch für die Erkenntnisse der Neurobiologie bezüglich des Menschen als sozialem Wesen. Eine wichtige und ausgleichende Position zum kruden Neodarwinismus. BU Klaus Doppler Dialektik der Führung Gerling Akademie Verlag München 1999; Zitat von Seite 84: "Perspektiven für das mittlere Management. Was aber tun mit diesem mittleren Management, dessen herkömmliche Aufgabe vielleicht hinfällig wird? Es könnte in Zukunft eine neue Funktion Bedeutung erlangen: Kommunikationsmanager und Beziehungspfleger. Denn in diesen zukünftig hochautomatisierten Steuerungssystemen wird es viele Einsame geben. Es könnte notwendig werden, die Menschen in ihrer ungewohnten Form von teilautonomer Arbeitsteiligkeit nicht allein zu lassen. Ziel: ein zwischenmenschliches Sensorsystem aufzubauen, über das man rechtzeitig Stimmungen erkennt, beziehungsweise solche Stimmungen und Haltungen zu erzeugen, die helfen, notwendige Arbeitsbeziehungen und den für das Unternehmen notwendigen Zusammenhalt, das Gefühl, wesentlicher Teil eines übergeordneten Ganzen zu sein, aufzubauen und zu bewahren. So etwas Ähnliches wie Pfleger der Unternehmenskultur. Fraglich ist, ob die herkömmlichen Qualifikationen für diese neue Funktion ausreichen. Es scheint eher unwahrscheinlich. Man müßte uns die Möglichkeit und die Chance eröffnen, uns entsprechend neu zu qualifizieren." Richard Egger Die philosophische Werkzeugkiste - Praktische Philosophie für Manager Orell Füssli Verlag Zürich 1997; Zitat von Seite 28: "Führungskräfte haben also besonders nötig, was man >Schlüsselqualifikationen< nennt: Da braucht es Besonnenheit, um nicht vorschnell jedem Anreiz nachzugeben. Da braucht es Augenmaß, um nicht übers Ziel hinaus zu schießen. Da braucht es einen weiten Horizont, um die Dinge richtig einordnen zu können. Da braucht es Orientierungswissen, um sich auch in neuen Situationen zurechtzufinden. Da braucht es Veränderungsbereitschaft, um den Zug nicht zu verpassen. Da braucht es Dialogfähigkeit, um zur konstruktiven Zusammenarbeit einzuladen. ... Mit einem Wort, was Führungskräfte heute nötig haben, sind nicht einfach Rezepte für dieses oder jenes Problem, auch nicht bloß Verhaltenstechniken für spezielle Situationen. Führungskräfte müssen Persönlichkeiten sein, die als ganze Menschen aus einer inneren Sicherheit heraus verantwortlich handeln." Was soll ich noch hinzufügen - es ist alles gesagt. Das Buch hat noch viel mehr auf Lager! BU Rainer Funk (Hrsg.): Erich Fromm - Authentisch Leben Herder spektrum Bd. 569; Zitat von Seite 59: "Wir glauben, dass die Verwirklichung des Selbst nicht nur durch einen Akt des Denkens, sondern auch durch die Verwirklichung der gesamten Persönlichkeit zustande kommt, wenn der Mensch nämlich alle seine emotionalen und intellektuellen Möglichkeiten tätig zum Ausdruck bringt." Textauszug aus dem Artikel mit dem Titel ‚Das Selbst ist in dem Maße stark, wie es aktiv tätig ist’ aus dem Jahre 1941. Ersetzen wir nun Mensch mit den Begriffen Mitarbeiter/in und Führungskraft, so befinden wir uns mitten in der aktuellen Debatte um Emotionale Intelligenz und um die Erkenntnisse der Neurobiologie. Wie hellsichtig von Fromm geschrieben! BU Sie finden mehr von und zu Erich Fromm hier: www.erich-fromm.de Georg Harald Zawadzky-Krasnopolsky Leadership ohne Vorurteile - Beobachten statt Behaupten Gerling Akademie Verlag 2002; Zitat von Seite 23: "Lernen ist ein unaufhörlicher Prozeß. Lernen ist zunächst das Verknüpfen neuer Informationen aus unserer Arbeitswelt mit Nervenstrukturen, die bereits in uns angelegt sind. Im Nervensystem werden Wahrnehmungsinhalte auf Ähnlichkeiten und mögliche Abweichungen geprüft. Diese Abweichungen sind die eigentliche Information. Eine Information enthält immer irgendeine Überraschung. Das unterscheidet Informationen von bloßen Daten." Die Überraschungen machen das Spannende an Lernprozessen aus. Neues aufzunehmen, wie etwa während eines Trainings, bedingt den Perspektivenwechsel, die überraschend andere Sicht der Dinge. BU |



Literatur 

